Mountainbiker auf einem alpinen Trail mit Blick auf Bergsee und Alpen Mountainbike Blog mtb-moments.de

Kategorie: Österreich

Alpencross Lermoos Comer See mit dem E MTB

Alpencross Lermoos Comer See mit dem E MTB

Auch 2023 stand wieder unser alljährlicher Alpencross an, dieses Mal wollten wir von Lermoos in Österreich in ummittelbarer Nähe der Zugspitze nach Colico an den Comer See (Alpencross Lermoos Comer See mit dem E MTB). Das besondere dieses Mal war das wir mit 6 Personen diesen Alpencross fuhren.

  • Touren-Daten Gesamt:
  • 336 KM
  • 9200 HM
  • 6. Etappen

  • Tag 1. Lermoos – Ischgl | 87 KM | 2.720 HM | 5h Fahrzeit

Wir trafen uns gegen 6 Uhr am Park & Ride in Ebnat und wurden von Gerd zum Startpunkt in Lermoos gefahren, wo wir gegen 09:30 Uhr ankamen & unseren Alpencross Lermoos Comer See mit dem E MTB starteten.

Nach dem Entladen des Busses und dem Aufbau der Bikes fuhren wir mit der Gondel zum Gipfel, wo bereits der erste Trail auf uns wartete. Das Highlight der 1. Etappe war zweifellos der Blindseetrail – einige kannten ihn nur vom Hörensagen und waren daher gespannt. Der Trail war für alle befahrbar, aber wir blieben konzentriert, da noch etwa 75 KM vor uns lagen.

  • Alpencross Lermoos Comer See mit dem E MTB

Nach dem obligatorischen Gruppenfoto oberhalb des Blindseetrails setzten wir die Fahrt fort nach Nassereith, wo wir eine kleine Pause an einem Kneippbecken einlegten.

Die Wettervorhersage war besser als erwartet und so genossen wir die Sonnenstrahlen. Wir folgten dem ausgewiesenen Fahrradweg an Imst vorbei bis Zams, wo wir zum Mittagessen anhielten. Nach der Stärkung mussten wir einen Fahrradladen aufsuchen, da bei Klaus’ geliehenem EMTB das Pedal abgefallen war.

Wir passierten Landeck und fuhren oberhalb der Tiroler Straße ins Paznauntal nach Ischgl. Hier folgten wir dem beschilderten MTB Trail. Kurz vor Ischgl entschieden wir uns gegen 16:30 Uhr für eine kleine Einkehr bei Weißbier und Radler. So erreichten wir Ischgl kurz nach 18:30 Uhr und bezogen ein schönes kleines Hotel.

  • Tag 2. Ischgl – Scuol | 42 KM | 1.550 HM | 3.3h Fahrzeit

Nach einem reichhaltigen Frühstück starteten wir zu unserer 2. Etappe unseres Alpencross Lermoos Comer See mit dem E MTB gegen 9 Uhr. Leider war das Wetter wie vorhergesagt regnerisch und so fuhren wir im Regen los Richtung Heidelberger Hütte und Fimberpass.

Nach gut einer Stunde wurde das Wetter besser und es schien immer wieder die Sonne durch.  Die Fahrt durch das Fimbatal hoch zu Heidelberger Hütte ist landschaftlich ein Traum und lädt uns immer wieder zum Anhalten und genießen ein.

Kurz vor der Mittagszeit erreichen wir bei beginnenden Regen die Heidelberger Hütte und luden unsere EMTBs und kehrten zur Mittagspause ein.

Alpencross Lermoos Comer See mit dem E MTB Heidelberger Hütte von mtb-moments.de
Alpencross Lermoos Comer See mit dem E MTB | Mittagspause auf der Heidelberger Hütte

Da der Regen nicht nachgelassen hatte, beschlossen wir die Pause etwas auszudehnen und genossen den Hüttenflair bevor es dann weiter ging hoch zum Fimberpass.

Oben am Fimberpass besserte sich das Wetter und so bot sich ein atemberaubender Blick in alle Richtungen. Nun folgte die ersehnte Trailabfahrt auf Schweizerboden hinab Richtung Scoul.

Alpencross Lermoos Comer See mit dem E MTB Fimberpass von mtb-moments.de Michaque Kaiser, Oliver Thum, Joachim Jooss, Mark Saur, Martin Strauß & Klaus Stark
Fimberpass

Nach gut einer Stunde kamen wir am Tanna da Muntanella Hof vorbei, dies ist ein kleiner Einsiedlerhof wo wir uns für eine Pause entschieden mit lokalem Schweizer Bier.

Nach der Pause fuhren wir abwechselnd auf schönen Trails und dann dem Radweg am Inn entlang nach Scoul wo wir nach zwei Stunden in unserem Hotel ankamen.

  • Tag 3. Scuol – Ligivno | 75 KM | 2.670 HM | 5.15h Fahrzeit

Tag 3 unseres Alpencross Lermoos Comer See mit dem E MTB begann mit einem herzhaften Frühstück und bewölktem Wetter in Scuol.

Alpencross Lermoos Comer See mit dem E MTB Scuol
Blick auf Scuol

Wir erkundeten die Altstadt, überquerten die Gurlaina-Brücke und starteten unseren ersten Aufstieg nach S-Charl. Das Tal beeindruckte mit wilden Felswänden und Murenabgängen entlang des Flussbetts. Das Tal war so beeindruckend das wir immer wieder erstaunt waren und anhielten. Hier in der Schweiz gab es auch immer wieder Picknick-Ecken wo zum verweilen einladen. Das macht das ganze für Familien interessant.

Nach etwa 2 Stunden Fahrtzeit machten wir in Lü Halt für eine Mittagspause in der gemütlichen Pension Hirschen. Dort genossen wir Spaghetti Bolognese mit Salat und planten den weiteren Verlauf der Tour. Die E-Bikes konnten währenddessen aufgeladen werden, und nach 1,5 Stunden hatten wir wieder genug Strom für die Akkus.

Wir setzten die Fahrt fort zum Ofenpass, wo ein schöner Singletrail bis zur Buffalora Hütte auf uns wartete. Von dort aus fuhren wir zur Hochebene Jufplaun und nahmen den Gallo Trail ins Vall de Gallo. Der Trail beeindruckte mit fahrbaren Spitzkehren oberhalb des Stausees.

Der Trail ist anspruchsvoll und volle Konzentration war gefragt da dieser immer wieder seitlich steil abfällt! Hier sollte man schwindelfrei sein und sein Mountainbike fahrtechnisch beherrschen. Am Wasserfall die Mountainbikes ganz klar schieben! 

Die Einsamkeit der Gegend genossen wir, machten mehrere Pausen und folgten dem Weg zum Lago di San Giacomo, von wo aus wir zum Trela Pass fuhren.

  • Alpencross Lermoos Comer See mit dem E MTB

Die abwechslungsreiche und beeindruckende Landschaft machte sich durch die Länge und Steigung der Tour bemerkbar. Zwei Mitglieder unserer Gruppe mussten wir mit dem Mountainbike hoch zum Trela Pass schleppen da ihre Akkus leer gefahren waren, aber dank des Kommit Abschleppzugseil-System war das kein Problem.

Am Pass angekommen stärkten wir uns mit Riegeln, bevor der letzte Singletrail des Tages nach Livigno auf uns wartete. Dieser Trail begeisterte alle in unserer Gruppe, und gegen 19 Uhr erreichten wir unser Hotel, wo wir unseren Erfolg mit einem kühlen Bier vor dem Hotel feierten. Am Abend liesen wir es uns nicht nehmen Livigno etwas zu erkunden.

  • Tag 4 Livigno – Maloja/Vicosoprano | 77 KM | 2100 HM | 4.5h Fahrzeit

Tag 4 unseres Alpencross Lermoos Comer See mit dem E MTB begann zunächst mit einer Liftfahrt hoch zum Mottolino, wo wir dem Panoramatrail bis zur Alpe Mine folgten.

Alpencross Lermoos Comer See mit dem E MTB

Nach diesem grandiosen Start in die Etappe genossen wir eine gemütliche Fahrt durch das Forcola Tal zum Forcola Pass, wo wir zur Mittagspause einkehrten. Der Weg zum Forcola Pass schlängelte sich an saftigen Wiesen entlang, auf denen Kühe weideten.

Nach der Stärkung folgte ein anspruchsvoller Trail aufwärts zum Ospizio. Hier waren wir froh über unsere EMTBS und konnten die tolle Aussicht auf die umliegenden Berge und den Gletscher genießen. Dennoch war es wichtig, stets konzentriert zu bleiben, um nicht abzustürzen! Hier sollte man sein Mountainbike beherrschen und schwindelfrei sein.

Am Lago Bianco hielten wir für einen kurzen Foto Stopp und beobachteten den Bernina-Express, der hier oben entlangfährt. Anschließend folgten wir dem Bernina Express Line Trail bis nach St. Moritz. Diese 20 km verliefen immer leicht bergab entlang des Bernina Express, durch schöne Wälder und mit einem Halt am Bahnhof in Morteratsch.

Dort kehrten wir in ein Café ein und genossen einen Aperol mit Blick auf den Morteratsch Gletscher. Nach St. Moritz fuhren wir am St. Moritz See, dem Silvaplanersee und dem Silsersee vorbei und verbanden dies mit dem ein oder anderen Trail, den uns Komoot bei der Planung vorschlug.

Unser Ziel lag nur wenige Kilometer von Maloja entfernt, doch leider wurden wir kurz vorher von einem starken Regenschauer überrascht, der uns komplett durchnässte. Die Unterkunft, geführt von einem sehr netten Ehepaar, gefiel uns jedoch sehr gut. Wir saßen noch bis kurz vor Mitternacht gemeinsam zusammen und unterhielten uns in gemütlicher Atmosphäre.

  • Tag 5. Maloja/Vicosoprano – Colico am Comer See | 55 KM | 1.120 TM | 2.h Fahrzeit

Nach einem ausgiebigen Frühstück verzogen sich die restlichen Regenwolken und so starteten wir mit wenig Wolken und Sonnenschein zu unserer letzten Etappe unseres Alpencross Lermoos Comer See mit dem E MTB nach Colico.

Alpencross Lermoos Comer See mit dem E MTB Michaque Kaiser, Mark Saur & Joachim Jooss von mtb-moments.de

Wir folgten der Tour welche sich zum Teil auf Trails und Radwegen abwechselt. Als wir die italienische Grenze überfuhren suchten wir ein kleines Restaurant auf wo wir im Außenbereich mit Weißwein anstießen. Dies ist mittlerweile ein Ritual geworden, am Morgen der letzten Etappe. So genossen wir diese Etappe total und hielten nochmal Inne.

Wir rollten die letzten 30 KM bis zum Comer See. So fuhren wir durch kleine Örtchen & Städtchen und kamen immer mehr in Urlaubs & Ankunftsstimmung.

Am Comer See angekommen liesen wir es uns nicht nehmen hineinzuspringen. Wir waren überrascht das der See recht warm war, da es in den letzten Tag dort vermehrte regnete. Nach der Erfrischung fuhren wir zum Hotel und liesen den Abend bei einem schönen Abendessen ausklingen.

  • Alpencross Lermoos Comer See mit dem E MTB

Am nächsten Tag entschieden wir uns für einen entspannten Tag am See. Dort fanden wir eine schöne Beach-Bar, von der aus wir gut ins Wasser gehen konnten und ein gemütliches Plätzchen direkt am Ufer hatten.

Wir tranken guten Wein und aßen kleine Snacks bei entspannter Lounge-Musik. Es war ein wirklich toller AlpenX, bei dem wir viel lachten und großen Spaß hatten. Diesen Trip werden wir sicherlich nie vergessen und uns gerne daran zurückerinnern.

Auch hier geht nochmal ein großer Dank von uns allen, an Gerd und Resi die uns zuverlässig am Comer See abgeholt haben!

Viele der hier beschriebenen Touren und Abenteuer bin ich mit Ausrüstung gefahren, die ich über Monate oder sogar Jahre getestet habe. Meine Erfahrungen zu Bikes, Rucksäcken, Sätteln, Helmen und weiterem MTB-Equipment findet ihr hier:

⚙️ Meine Bikes & Parts im Test

Wenn ihr weitere Fragen zu einem Alpencross habt, wie zb. Ausrüstung oder mit was für Kosten ihr rechnen müsst, hat der DAV eine gute Zusammenstellung vor kurzem online gestellt – dies findet ihr unter diesen Links:

Allgemeine Fragen: Transalp mit dem Mountainbike (alpenverein.de)

Kosten: Transalp mit dem Mountainbike (alpenverein.de)

Hier gelangt ihr zu weiteren Alpencross-Berichten von mtb-moments.de: AlpenX-Berichte – mtb-moments.de

Hinweis:
Die auf mtb-moments.de veröffentlichten Tourenberichte dienen in erster Linie der Inspiration und geben unsere persönlichen Erfahrungen zum Zeitpunkt der jeweiligen Tour wieder. Sie stellen keine verbindlichen Empfehlungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Befahrbarkeit einer Strecke dar. Wegverläufe, Beschilderungen, Untergrund, Eigentumsverhältnisse oder rechtliche Regelungen können sich jederzeit ändern. Daher übernehmen wir keine Gewähr für die Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Wenn du eine der beschriebenen Touren nachfährst oder einzelne Streckenabschnitte nutzt, geschieht dies ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigenes Risiko. Informiere dich vor jeder Tour über die aktuell geltenden Vorschriften, beachte Fahrverbote und Sperrungen und respektiere Naturschutzgebiete sowie private Grundstücke. Wir legen großen Wert auf einen respektvollen Umgang mit der Natur. Deshalb bleiben wir auf ausgewiesenen Wegen, nehmen Rücksicht auf andere Erholungssuchende sowie auf die Tier- und Pflanzenwelt und empfehlen allen Leserinnen und Lesern, dies ebenfalls zu tun. Eine Haftung für Schäden oder Folgen, die aus der Nutzung der auf dieser Website veröffentlichten Inhalte, Tourenbeschreibungen, Streckenempfehlungen oder sonstigen Informationen entstehen, ist ausgeschlossen.


Alpencross Tegernsee Gardasee mit dem EMTB

Alpencross Tegernsee Gardasee mit dem EMTB

Wie in den vergangenen Jahren stand auch 2022 wieder unser alljähriger Alpencross (Alpencross Tegernsee Gardasee mit dem EMTB) an. Dieses Jahr wollten wir vom Tegernsee zum Gardasee mit dem EMTB fahren.

Touren-Daten Gesamt:

  • 513 KM
  • 14.600 HM
  • 7. Etappen

Tag 1: Tegernsee – Weerberg | 81 KM | 1.200 HM | 5.40h Fahrzeit

Nach ausgiebigen Frühstück wurden wir von meinem Schwiegervater an den Tegernsee gefahren.

Nachdem wir unsere Bikes abgeladen haben und startklar waren, fuhren wir am See entlang Richtung Kreuth. Nachdem wir Landesgrenze zu Österreich überquerten folgten wir dem Forstweg, der neben dem Bächlein entlang lief, bis nach Pinegg.

Da es mittlerweile Mittag wurde, beschlossen wir in eine Jausenstation einzukehren. Nach der Stärkung ging es weiter Richtung Inntal bzw. Brixlegg. Im Inntal angekommen, hatte uns die Zivilisation wieder. Der Krach, der Lärm der Stadt sowie die Autobahn wirkten auf uns ein. Wir wechselten auf den Radweg am Inn und machten aufgrund der heißen Temperaturen einen Stopp an einer Gumpe. Das Wasser hatte hier erfrischende 13 Grad. Wir beschlossen uns dort abzukühlen und den Moment zu genießen.

Nach der Pause fuhren wir die letzten Kilometer und Höhenmeter nach Weerberg und genossen ein kaltes Bier zur Ankunft am Hotel.

Tag 2: Weerberg – Sterzing IT | 96 KM | 2.820 KM | 7.50h Fahrzeit

Nach dem ausgiebigen Frühstück starten wir zur 2 Etappe. Die Highlights dieser Etappen sind das Geiseljoch und Tuxer Joch. Da es in der Nacht stark gewittert hatte, mussten wir die Tour aufgrund von Murenabgängen anpassen.

Wir folgen der Dorfstraße bis Innerst und bogen dann auf den Forstweg ab. Dort fuhren wir an der Weidenerhütte vorbei, zum Gipfel des Geiseljoch.

Oben angekommen, bot sich zum einen ein toller Ausblick Richtung Inntal, sowie in Richtung Italien bzw. zum Tuxer Joch. Es ist immer wieder ein toller Anblick, einen Gletscher aus dieser Perspektive zu sehen.

Blick auf das Tuxer Joch

Nach der Pause ging es den Forstweg hinab nach Vorderlanersbach, wo wir dann auf den Radweg nach Hintertux fuhren. In Hintertux kehrten wir zum Mittagessen ein. Dort entschieden wir uns aufgrund des ungewissen Wetters, trotz EBike, die Seilbahn zu nehmen, um hier etwas Zeit gut zu machen. Die letzten Höhenmeter zum Tuxerjoch Haus mussten wir dann noch mit dem EBike hochfahren, bevor es dann die 65 Kurven hinab Richtung Kasern ging.

Zu diesem Zeitpunkt bahnte sich ein Gewitter an und wir entschieden uns in Aue zu halten, um uns unterzustellen. Hier war gerade das Dorf mit dem Aufbau des Dorffestes, welches am Abend beginnen sollte, beschäftigt und so tranken wir dort ein kühles Bier. Nachdem das Gewitter vorbeigezogen war, fuhren wir weiter Richtung Brenner. Am Brenner begann es nochmal stark zu regnen. Als dies überstanden war, fuhren wir den Radweg am Brenner bis Sterzing – Wiesen zu unserem Tagesziel.

Tag 3: Sterzing/Wiesen – Mühlbach | 50 KM | 1.750 HM | 5h Fahrzeit

Nach dem Frühstück startete unsere Highlight-Etappe über das Pfunderer Joch. Wir folgten der Hauptstaße bis kurz vor Kematen, hier ging es rechts weg zum Anstieg auf das Pfunderer Joch.

Was für ein traumhafter Anstieg, mit ständigem Blick auf die Überquerung des Pfunderer Joch.

Alpencross Tegernsee Gardasee mit dem EMTB Blick vom Pfunderer Joch Michaque Kaiser von mtb-moments.de

Als wir oben angekommen waren, genossen wir erstmal den Ausblick und zogen unsere Jacken über, da es doch windig und kälter wurde. Nach der Pause legten wir unsere Knieschoner an und senkten die Sattelstützen ab, bevor es den Trail nach unten ging. Was für eine tolle Abfahrt, mit einem tollen Ausblick..

Alpencross Tegernsee Gardasee mit dem EMTB

Nach gut 30min Trailspaß hielten wir an einer bewirteten Hütte an und entschieden uns zur Mittags-Einkehr. Nach der Pause ging es weiter Tal abwärts und fuhren durch Pfunders an der Rienz entlang bis nach Mühlbach. Die Mühlbar war das In-Lokal für Mountaibiker in der Region ist war das Ziel unsere Etappe.

Tag 4: Mühlbach – S. Vigil | 46 KM | 2050 HM | 5:20h Fahrzeit

Wir starteten gegen 9:30 Uhr. Es war schon zu merken, dass dieser Tag richtig heiß wird.

Wir folgten dem Weg bis zum Astjoch, wo wir die erste kleinere Pause einlegten. Der Weg führte uns oberhalb von Bruneck und Mantana entlang. Aufgrund der Uhrzeit kehrten wir gegen 14 Uhr auf einer Berghütte oberhalb von Bruneck zur Mittagspause ein.

Nach der Mittagspause ging es auf schönen Trails bergab durch Welschellen nach St. Vigil. Kurz vor St. Vigil hielten wir für ein Eis am Supermarkt und erfrischten uns am eiskalten Fluss. Wir kamen deswegen schon gegen 16:30 Uhr an unserer Unterkunft an und konnten uns so noch etwas am Pool entspannen.

Alpencross Tegernsee Gardasee mit dem EMTB

Tag 5: St. Vigil – Campitello di Fassa| 70 KM | 2.670 HM | 8.30h Fahrzeit

Da diese Etappe eine unserer persönlichen Highlights war, starteten wir schon recht früh. Wir fuhren dem wunderschönen Forstweg entlang durch den Naturpark Tamersc bis zur Pederü-Hütte.

Nach kurzer Getränkepause folgte der Anstieg zum Fanes-Sennes-Gebiet zur Lavarella Hütte. An der Lavarelle Hütte ließen wir es uns nicht nehmen, ein kühles Weizen zu trinken, und die atemberaubende Landschaft zu genießen. In der Lavarella Hütte wird das Bier noch selber gebraut, und ist somit die höchst gelegene Brauerei in den Dolomiten.

Nach der Stärkung durchfuhren wir das Fanes-Sennes Gebiet bis kurz vor San Cassiano. Kurz zuvor bogen wir ab, um auf den Pralogniá (2.109m) hochzufahren. Hier stiegen wir in die weltbekannte Sella Ronda MTB Tour ein (mehr dazu findet ihr hier).

Aufgrund der späten Uhrzeit verpassten wir leider die letzte Liftfahrt und so stärkten wir uns in Arabba. Am Valico Passo Pordoi erreichte uns ein heftiges Gewitter, das uns zum Unterstellen zwang.

Aufgrund des Starkregens war an eine weiterfahrt auf den Sella Ronda Trails nach Canazei nicht zu denken. So blieb uns leider nichts anders übrig, als die Teerstraße zu nehmen. So kamen wir ziemlich ausgekühlt und durchnässt in Campitello di Fassa im Hotel an.

Alpencross Tegernsee Gardasee mit dem EMTB

Tag 6: Campitello di Fassa – San Michele | 92 KM | 1.700 HM | 8h Fahrzeit

Nach dem Frühstück fuhren wir am Fluss bis nach Muena entlang, wo es auf einem schönen Forstweg hoch zum Karersee ging.

Standesgemäß hielten wir an dem See und machten Fotos. Das Menschenaufkommen an diesem Sport gefiel uns gar nicht und so fuhren wir schnell weiter auf unserer Tour Richtung Obereggen. Da es bereits Mittag wurde, beschlossen wir in Obereggen einzukehren.

Alpencross Tegernsee Gardasee mit dem EMTB Karerersee

Wir trafen in Obereggen einen netten Hotelier der uns zu seinem Hotel einlud. Bei einem tollen Ausblick und einem super Essen, ließen wir es uns erstmal gut gehen.

Nach der tollen Mittagspause fuhren wir hoch zur Laner Alm, welche unterhalb dem Latemar liegt.

Alpencross Tegernsee Gardasee mit dem EMTB Blick auf den Latemar

Von dort aus führten uns die Tour abwechselnd zwischen Forstwegen und Trails nach Kaltenbrunn. Da es bereits Nachmittag war, entschieden wir uns nach einer passenden Unterkunft zu suchen, die in San Michele lag.

Wir folgten dem gut ausgeschilderten Radweg von Kaltenbrunn bis zum Radweg an der Etsch entlang. Auf diesem Weg fuhren wir durch ein schönes Bergdorf, wo wir in einem tollen Lokal einkehrten, und zu Abend essen. In dem Lokal fand eine Art Dorffest mit Kapelle statt und so kamen wir in den Genuss von Südtioler Speisen. Wir entschieden uns daher länger dort zu bleiben und genossen das Fest und wählten den Midnight-Check-In im Hotel. Die restliche Tour verlief 20 KM entlang an der Etsch bis nach San Michele.

Tag 7: San Michele – Riva del Garda | 77 KM | 1090 HM | 5,4h Fahrzeit

Unsere letzte Etappe führte uns die ersten 10KM am Radweg an der Etsch entlang bis nach Trento.

Alpencross Tegernsee Gardasee mit dem EMTB

Hier folgten wir dem Waldweg bis Sopramonte, wo wir auf einen Weißwein zum Vormittag hielten. Wir wollten die letzte Etappe zu unserem Alpencross Tegernsee Gardasee mit dem EMTB ganz entspannt ausklingen lassen.

Nach dieser ungewohnten Pause fuhren wir weiter bis zum Lago die Santa Massenza, wo wir zum ersten Mal italienisch zu Mittag aßen. Nach der Stärkung fuhren wir dem Radweg entlang durch den Marocche di Dro Naturpark, wo schön angelegte MTB Trails auf uns warteten.

Die letzten Kilometer fuhren wir auf dem Radweg über Torbole nach Riva. Standesgemäß feierten wir die Ankunft in Torbole mit Aperol und mit einem Sprung ins kühle Nass in Riva.

Wir verblieben noch zwei weitere Tage am Gardasee und befuhren dort die bekannten Trails bevor es zurück nach Deutschland ging.

Das war unser Alpencross Tegernsee Gardasee mit dem EMTB Bericht von 2022. Vielen Dank fürs Lesen, über Kommentare würden wir uns sehr freuen.

Viele der hier beschriebenen Touren und Abenteuer bin ich mit Ausrüstung gefahren, die ich über Monate oder sogar Jahre getestet habe. Meine Erfahrungen zu Bikes, Rucksäcken, Sätteln, Helmen und weiterem MTB-Equipment findet ihr hier:

⚙️ Meine Bikes & Parts im Test

Hinweis:
Die auf mtb-moments.de veröffentlichten Tourenberichte dienen in erster Linie der Inspiration und geben unsere persönlichen Erfahrungen zum Zeitpunkt der jeweiligen Tour wieder. Sie stellen keine verbindlichen Empfehlungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Befahrbarkeit einer Strecke dar. Wegverläufe, Beschilderungen, Untergrund, Eigentumsverhältnisse oder rechtliche Regelungen können sich jederzeit ändern. Daher übernehmen wir keine Gewähr für die Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Wenn du eine der beschriebenen Touren nachfährst oder einzelne Streckenabschnitte nutzt, geschieht dies ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigenes Risiko. Informiere dich vor jeder Tour über die aktuell geltenden Vorschriften, beachte Fahrverbote und Sperrungen und respektiere Naturschutzgebiete sowie private Grundstücke. Wir legen großen Wert auf einen respektvollen Umgang mit der Natur. Deshalb bleiben wir auf ausgewiesenen Wegen, nehmen Rücksicht auf andere Erholungssuchende sowie auf die Tier- und Pflanzenwelt und empfehlen allen Leserinnen und Lesern, dies ebenfalls zu tun. Eine Haftung für Schäden oder Folgen, die aus der Nutzung der auf dieser Website veröffentlichten Inhalte, Tourenbeschreibungen, Streckenempfehlungen oder sonstigen Informationen entstehen, ist ausgeschlossen.


Karwendelrunde | Durchfahrung des Karwendels mit dem Mountainbike

Die Karwendelrunde gilt als einer der schönsten Mountainbiketouren überhaupt, wir von mtb-moments.de wollten sie befahren. Warum wir die Karwendelrunde abbrechen mussten erfahrt ihr hier unserem Tourenbericht.

Am Samstag den 1.06.2019 stand unsere Karwendelrunde mit dem
Mountainbike an.
Gegen 12 Uhr starteten wir die Tour am Bahnhof in Mittenwald. Das Wetter
war sonnig und wolkenlos und so stand einem Traumhaften Samstag nichts
im Wege.

Wir verließen Mitttenwald Richtung Scharnitz. Die Strecke verlief
talwärts teilweise auf der Route unserer Transalp Tour 2018.

In Scharnitz kommt nach dem Wanderparkplatz unser erster Anstieg auf uns
zu. Der Weg führt uns weg von der Isar, hin zum Ursprung des
Karwendelbaches.

Der Asphalt wich nun einer Schotterstraße, von der aus man einen
atemberaubenden Blick auf die Steilhänge der umliegenden Berge hat. Beim Durchfahren des Karwendeltales sieht man in Verlängerung den Hochalmsattel, auf dem das Karwendelhaus drohnt. Auf der rechten Hand steigt die Hinterautal-Vomper-Kette empor, gegenüber auf der linken Seite sieht man die Karwendelkette.
Michaque Kaiser beim Überqueren der Isar im Karwendel

Bevor wir das Karwendeltal Richtung Bergpass verließen, hielten wir für
unsere erste Rast an. Auf dem Bergpass waren wir sehr überrascht, dass
hier noch viel Schnee lag, der wohl von Lawinenabgängen stammt. Anfangs
war dies noch kein Problem, allerdings war der Weg, je weiter wir
fuhren, immer noch mehr von Schnee bedeckt.

Da das Karwendelhaus zum Greifen nah war, trugen wir noch die letzten
Meter bis zum Bergkamm unsere Fahrräder.

Michaque Kaiser bei der Karwendeldurchquerung mit dem Bike auf den Schultern

Oben angekommen mussten wir aber feststellen, dass die Alm noch komplett
eingeschneit war, und somit natürlich auch keine Bewirtung stattfand.
Wir waren allerdings gut vorbereitet, und hatten genügend Proviant für
eine stärkende Brotzeit vor dem Karwendelhaus.

Allerdings offenbarte der Blick über die Bergkuppe, dass mit Fahrrädern
ein weiterkommen unmöglich war.

Schweren Herzens mussten wir somit umkehren, und wieder zurück ins Tal fahren. Erschwerend kam hinzu, dass
wir durch den Schnee viel Zeit verloren hatten, und es zeitlich auch
nicht mehr möglich war die Karwendelrunde vor Nachteinbruch abzuschließen.

Wasserfall im Karwendel mit Joachim Jooss

Auf dem Rückweg boten sich jedoch noch einige Highlights die uns deswegen versöhnlich stimmten.

Unterm Strich waren wir nun 50km und 870Höhenmeter unterwegs. Die Karwendelrunde wäre mit 60km nicht besonders viel länger gewesen, allerdings mit 1800Höhenmeter nochmals deutlich anstrengender.
Michaque Kaiser bei der Abfahrt ins Karwendeltal nach Scharnitz
Michaque Kaiser bei der Abfahrt ins Karwendeltal nach Scharnitz
Wir werden die Karwendelrunde nochmal versuchen zu fahren um diese komplett zu beenden. Landschaftlich hat uns noch keine Tour wie diese so beeindruckt – diese Tour muss man als leidenschaftlicher Mountainbiker fahren!

Hinweis:
Die auf mtb-moments.de veröffentlichten Tourenberichte dienen in erster Linie der Inspiration und geben unsere persönlichen Erfahrungen zum Zeitpunkt der jeweiligen Tour wieder. Sie stellen keine verbindlichen Empfehlungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Befahrbarkeit einer Strecke dar. Wegverläufe, Beschilderungen, Untergrund, Eigentumsverhältnisse oder rechtliche Regelungen können sich jederzeit ändern. Daher übernehmen wir keine Gewähr für die Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Wenn du eine der beschriebenen Touren nachfährst oder einzelne Streckenabschnitte nutzt, geschieht dies ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigenes Risiko. Informiere dich vor jeder Tour über die aktuell geltenden Vorschriften, beachte Fahrverbote und Sperrungen und respektiere Naturschutzgebiete sowie private Grundstücke. Wir legen großen Wert auf einen respektvollen Umgang mit der Natur. Deshalb bleiben wir auf ausgewiesenen Wegen, nehmen Rücksicht auf andere Erholungssuchende sowie auf die Tier- und Pflanzenwelt und empfehlen allen Leserinnen und Lesern, dies ebenfalls zu tun. Eine Haftung für Schäden oder Folgen, die aus der Nutzung der auf dieser Website veröffentlichten Inhalte, Tourenbeschreibungen, Streckenempfehlungen oder sonstigen Informationen entstehen, ist ausgeschlossen.

Marvin Route Alpencross mit dem Mountainbike, Kochel am See - Riva am Gardasee, Transalp, Alpenüberquerung, Transalp, Mountainbike, mtb-moments.de

Transalp Alpencross 2018 | Marvin Route

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Alpencross 2018 | Marvin Route

Unser Erster Alpencross (Marvin Route) mit dem Mountainbike von Kochel am See bis nach Riva an den Gardasee.

Tag 1: Kochel am See – Seefeld in Tirol (Marvin Route)

60 KM 1.330 Hm

Startpunkt war am Donnerstag, den 26 Juli 2018 in Kochel am See – zum Garadsee (Marvin Route), die Wettervorhersage war für die kommende Woche traumhaft.

Nachdem wir unsere Bikes und Ausrüstung fertig gemacht haben, starteten wir unseren diesjährigen, und gleichzeitig Ersten Alpencross. Mit dabei waren Klaus, Joachim, Martin & Michaque – wir alle waren schon seit Wochen aufgeregt vor diesem Event – jetzt endlich geht es los.

Wir rollten am Kochelsee entlang, und hatten die Erste Steigung im Wald vor uns. Leider war der Weg hier durch Starkregen recht ausgespült. Faustgroße Steine und Spurrillen machten uns die Auffahrt zur Qual.

Die Belohnung war jedoch die Aussicht und Abfahrt zum Walchensee. Immer am Walchensee entlang, ging es erstmal gemütlich Richtung Wallgau. Hier kehrten wir im Hotel Post ein, und bestellten Schnitzel mit Pommes.

Nach der gut bürgerlichen Mittagspause ging es Richtung Mittenwald. Hier benutzten wir den wunderschönen Radweg, der immer entlang von saftigen Wiesen und schönen Holzhütten führte. In Mittenwald angekommen, waren wir alle überrascht von der schönen Innenstadt. Die für diese Gegend typisch geschmückten Häuser, in Verbindung mit dem Berg-Panorama, war einfach traumhaft. Das sind Momente die uns immer im Erinnerung bleiben werden.

Nachdem wir Mittenwald hinter uns gelassen haben, rollten wir zu unserer letzten Steigung nach Seelfeld. Wir übernachteten in einem Gästehaus , das ziemlich zentral in Seefeld liegt. Den ersten Tag unserer Alpencrosstour schlossen wir bei einem kühlen Bier und einer Pizza ab.


2 Tag. Seefeld in Tirol – Maria Waldrast (Marvin Route)

46 KM 1.500 Hm

Den Tag Zwei begannen wir mit einem ausgiebigen Frühstück in unserer Pension Lasser.

Direkt nach Seefeld führte uns der Weg an der Skisprungschanze den Berg hinauf.

Leider streikten bei der Abfahrt ins Inntal die Bremsen von Michaques Fahrrad. Bei genauerer Begutachtung mussten wir feststellen, dass die Bremsbeläge am Vorderrad komplett abgefahren waren. Hier haben wir die materialmordende Abfahrten unterschätzt. Zum Glück konnten wir diesen Umstand schnell beheben. Die Tour führte uns 15km an der Inn Richtung Innsbruck entlang.

In Kematen in Tirol begann unser Aufstieg zum Pfriemenskopf (1870Meter). Je später es wurde, umso unerträglicher wurde die Hitze. Leider verpassten wir die letzte Möglichkeit vor dem großen Anstieg einzukehren. Somit blieb uns nichts anderes übrig, als bei brütender Hitze den Aufstieg weiter zu führen.

Spätnachmittags erreichten wir dann mit knurrenden Magen die Götzner-Alm, und konnten endlich wieder Kraft und Nahrung tanken.

Nach dem Essen warteten die letzten 250Höhenmeter bis zum Abstieg nach Mieders auf uns.

In Mieders wäre eigentlich unser heutiges Tagesziel gewesen, allerdings waren vereinzelte Mitglieder unserer Gruppe noch voller Motivation und Tatendrang. Somit wurde auch der Aufstieg zum Kloster Maria Waldrast auf 1638 Höhenmeter gewagt.

Leider überschätzten wir hier den Anstieg, und der einsetzende Regen machte uns den Weg auch nicht einfacher. Auf halbem Weg befürchteten wir, dass wir nicht vor abendlicher Schließung das Kloster erreichen werden. Wir beschlossen dass Klaus voraus fahren soll, um uns rechtzeitig im Kloster anzumelden, und uns den Zugang zu ermöglichen. Völlig Erschöpft erreichte der Rest der Gruppe gegen 22Uhr das Kloster. Nach einer kurzen Mahlzeit sind wir alle erschöpft ins Bett gefallen, um uns für einen weiteren Tag der Transalptour auszuruhen.


3 Tag. Maria Waldrast – Sterzing (Marvin Route)

62 KM 2.500 Hm

Der dritte Tag unserer Transalp begann bei schönem Wetter in Maria Waldrast. Das abwechslungsreiche Frühstück unter freiem Himmel füllte unsere Kraftreserven wieder für einen weiteren anstrengen Tag auf.

Nachdem wir unsere Bikes startklar gemacht hatten, ging es oberhalb des Brenners, am Statzer Tal entlang. Wir ließen Steinach und Gries am Brenner hinter uns. Mittags kehrten wir in Vinaders zur Mittagspause ein.

Wir entschieden uns nach der Mittagspause für eine Streckenänderung und fuhren unterhalb des Brenners Richtung Sterzing entlang. Das tolle daran war, das der Radweg auf einer alten Eisenbahntrasse bis nach Sterzing fuhr. Entlang der stillgelegten Bahntrasse befinden sich noch einige verlassene Bahnwärterhäuschen und Bahnhöfe und war eine willkommene Abwechslung.

Im einem zentral gelegenen und frisch renovierten Hotel in Sterzing, entspannten wir unsere Beine im Hoteleigenen Whirlpool und gönnten unserem Gaumen einen Gerstensmoothie. Wir spürten den Vortag noch in unseren Knochen.

Auch wenn das Sterzinger Nachleben keine große Auswahl bot, fanden wir dennoch eine nette Bar, um den Tag dort ausklingen zu lassen.


4 Tag. Sterzing – Meran(Marvin Route)

57 KM 1.300 Hm

Den vierten Tag unserer Transalp Tour starteten wir mit einem großen Frühstücksbuffet. Wir verließen Sterzing, und fuhren entlang des Mareiterbaches, nach Bichl über Mareit. Von Bichl führte eine steile Schotterstraße auf die Rinneralm (1820hm). Dort angekommen füllten wir unsere Mägen bei einem zünftigen Mittagessen.

Nach dem Mittagessen trugen wir unsere Bikes aufgrund des alpinen Geländes die letzten Meter bis zum Rinner Sattel, und wurden wieder einmal mit einem fantastischen Panorama belohnt.

Wie man unschwer erkennen kann, befindet man sich hier über der Baumgrenze. Bäume findet man daher auf dem Bergkamm keine, stattdessen ähnelt die Landschaft einem Hochmoor.

Nach einer kurzen Verschnaufpause begaben wir uns auf den Weg talwärts. Die Abfahrt war gesäht mit technisch herausfordernden Trails, die uns auf dem Weg alles abverlangten.

Die extrem lange Abfahrt brachte auch das Material an seine Grenzen. Die Bremsen von Joachim und Martin hielten der Abfahrt nicht Stand, wodurch wir immer wieder zu Stopps gezwungen waren, um die Bremsen abzukühlen.

Von St. Leonhard im Passeier führte uns der Radweg am Passeier nach Meran. Kurz vor Meran entschieden wir uns für einen Halt am Fluss. Frisch abgekühlt rollten wir entspannt zu unserer Unterkunft in Meran.


5. Tag: Meran – Cles (Marvin Route)

55 KM 1.850 Hm

Da unsere Unterkunft leider kein Frühstück bot, nutzten wir die Möglichkeit uns auf dem Markt in Meran mit Lebensmittel einzudecken. Dies war bitter nötig, denn ein harter Aufstieg stand uns bevor.

Kurz nach Meran began der Aufstieg bei Lana. Anfangs führte uns die schmale Straße bei 20% Steigung durch kleinere Ortschaften. Je weiter der Tag voran schritt, desto heißer wurde es. Der Aufstieg schien nicht enden zu wollen. Im laufe des Weges wurde die Straße immer abenteuerlicher. Der Asphalt wich einer Schotterstraße, die uns durch einen engen Tunnel zu einer kleinen Alm führte.

Wir wurden auf der Alm herzlich empfangen. Zu unserer Überraschung gab es hier kein Speisekarte, sondern man konnte sich hier wünschen, zu was man gerade Appetit hatte. Unsere Wahl fiel auf einen leckeren Gulasch, das ganz besonders unserem Martin Strauß schmeckte. Allerdings konnten wir von der Terasse aus beobachten, wie sich ein Unwetter über dem Pankrazer Stausee zusammen braute.

Daher machten wir uns nach dem Essen schnellstmöglich Richtung ”unsere liebe Frau im Walde” auf. Von dort ging es über Obstplantagen bergab zum Santa-Giustina-See. Unten angekommen fanden wir in Cles eine Pension mit einer netten Vermieterin, die uns zu später Stunde noch mit frischen Pizzas belieferte.


6. Tag: Cles – San Lorenzo Dorsino (Marvin Route)

  • 63 KM 1.700 Hm

Unsere Vermieterin verwöhnte uns mit einem Exotischen Frühstück, so dass wir gestärkt die Weiterreise antreten konnten. Aufgrund der letzten Material mordenden Tage, kauften wir direkt in Cles einen neuen Satz Bremsbeläge.

Der Streckenverlauf befand sich heute teilweise auf einer Passstraße, die in den Fels geschlagen wurde.

Da Martin leider kein Freund von luftiger Höhe und steilen Abhängen ist, kostete es ihn oftmals an Überwindung, diverse Passagen durchzufahren. Zum Mittagessen mussten wir die Passstraße verlassen, und etwas talwärts fahren. Hier konnten wir in einer typisch-Italienischen Gaststätte, die unverfälschte Italienische Küche erleben. Die servierten Spaghetti, waren definitiv die besten der Tour. Nur Martin war etwas über das Italienische Stehklo verwundert.

Nach der stärkenden Mittagspause setzten wir unsere Tour Richtung San Lorenzo Dorsino fort. Hierbei fuhren wir am Stausee Molveno vorbei, und besichtigten das Örtchen Molveno.

Die letzten 10km nach San Lorenzo Dorsino rollten wir entspannt über einen stillgelegten Pass. Mit San Lorenzo Dorsino erreichten wir unsere letzte Pension vor dem sehnsüchtig erwarteten Ziel ”Gardasee”.


7 Tag. San Lorenzo Dorsino – Arco (Marvin Route)

24 KM 550 Hm

Von San Lorenzo Dorsino fuhren wir morgens zum Tenno See herunter. Der Tenno See ist besonders wegen seiner türkisen Farbe sehr sehenswert.

Wir hatten allerdings alle nur noch unser Ziel, den Gardasee im Kopf. Kurz nach dem Tennosee konnten wir schon einen Blick auf den Gardasee erhaschen. Die letzten Meter fuhren wir wieder durch Obstplantagen herunten nach Riva del Garda. Hier liesen wir am Strand unser Fahrrad stehen, und sprangen in unser Ziel -dem Gardasee.

Viele der hier beschriebenen Touren und Abenteuer bin ich mit Ausrüstung gefahren, die ich über Monate oder sogar Jahre getestet habe. Meine Erfahrungen zu Bikes, Rucksäcken, Sätteln, Helmen und weiterem MTB-Equipment findet ihr hier:

⚙️ Meine Bikes & Parts im Test

Abgeholt wurden wir von Michaques FrauJana, ein Dank geht hier an sie & an das Autohaus Ernst Meier GmbH für die Bereitstellung des Transportmittels.

Für uns ging somit ein lang ersehnter Traum in Erfüllung. Für 2019 stand natürlich fest das wir einen weiteren Alpencross machen wollen. Der sollte vom Bodensee an den Gardasee führen – den Bericht dazu findet ihr ganz neu direkt hier (klicken).

Hinweis:
Die auf mtb-moments.de veröffentlichten Tourenberichte dienen in erster Linie der Inspiration und geben unsere persönlichen Erfahrungen zum Zeitpunkt der jeweiligen Tour wieder. Sie stellen keine verbindlichen Empfehlungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Befahrbarkeit einer Strecke dar. Wegverläufe, Beschilderungen, Untergrund, Eigentumsverhältnisse oder rechtliche Regelungen können sich jederzeit ändern. Daher übernehmen wir keine Gewähr für die Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Wenn du eine der beschriebenen Touren nachfährst oder einzelne Streckenabschnitte nutzt, geschieht dies ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigenes Risiko. Informiere dich vor jeder Tour über die aktuell geltenden Vorschriften, beachte Fahrverbote und Sperrungen und respektiere Naturschutzgebiete sowie private Grundstücke. Wir legen großen Wert auf einen respektvollen Umgang mit der Natur. Deshalb bleiben wir auf ausgewiesenen Wegen, nehmen Rücksicht auf andere Erholungssuchende sowie auf die Tier- und Pflanzenwelt und empfehlen allen Leserinnen und Lesern, dies ebenfalls zu tun. Eine Haftung für Schäden oder Folgen, die aus der Nutzung der auf dieser Website veröffentlichten Inhalte, Tourenbeschreibungen, Streckenempfehlungen oder sonstigen Informationen entstehen, ist ausgeschlossen
( hier haben wir auf die Tourenempfehlungen der Marvin Route zurückgegriffen)!

Mountainbiker auf einem alpinen Trail mit Blick auf Bergsee und Alpen Mountainbike Blog mtb-moments.de

Blindseetrail – Traumtrail im Schatten der Zugspitze

Der Blindseetrail ist einer der bekanntesten und schönsten Trails im Zugspitzgebiet. Hier kommen Trail-hungrige Mountainbiker voll auf Ihre Kosten. Was wir hier erlebt haben erfahrt ihr in unserem Bericht.

Blindseetrail Gesamt-Daten:

Entfernung: 24 KM

Der Blindseetrail bei Lermoos ist das Highlight in der Zugspitzarena. Ein Trail mit einer einmaligen Gegend und einer tollen Bademöglichkeit bei gutem Wetter. Hier beeindruckt die Natur mit ihren Gewalten.

Es ist stark bewölkt, tiefstehende Wolken über dem Himmel und das Ende August. Trotz den Widrigkeiten haben wir beschlossen den bekannten und berüchtigten Blindsee Trail zu befahren.

Mountainbiker auf dem Blindseetrail in Lermoos Michaque Kaiser

Zum Traileingang kann bequem per Lift oder ganz entspannt hochgekurbelt werden. Wir entscheiden uns aufgrund des schlechten Wetters für die Liftvariante und verbinden das Ganze mit dem Grubigsteintrail bis zum Einstieg des Blindsee Trail.

Wir, das sind Martin & ich – starten entspannt ohne starke Anstrengung durch ein kleineres Waldstück, hier ist noch entspanntes Cruisen angesagt. Die letzten Höhenmeter bringen uns leicht auf Temperatur.

Jetzt wird der Wald weniger und der Blindsee Trail wird zunehmend anspruchsvoller. Das Gestein wird rauer und schroffer und auf dem Boden überqueren wir immer mehr Geröll und Wurzeln. Wir gehen jetzt automatisch in die Mountainbikeposition, Ellenbogen nach außen gerichtet und Zentral auf dem Bike positioniert, mit einem Finger, jeweils an der Bremse.

Bei den ersten Stufen und Absätzen wissen wir, für was diese Position gut ist und Vertrauen gibt. Durch Abnützung und Naturgewalten am Trail liegen vermehrt gröbere Gesteinsbrocken auf der „Idealline“ – hier ist Aufmerksamkeit und Konzentration gefragt & Pflicht!

Immer wieder kommt es vor das man die Absätze und Regenrinnen falsch einschätzt und hier korrigieren muss, was bei den Witterungsverhältnissen leicht zu einem Sturz führen kann.

Mit der Zeit kommen wir jedoch in den Flow und meistern selbst die kniffligsten Abschnitte.

Auf ungefähr der Hälfte der Strecke, kurz vor dem Wasserfall, kommt ein Hinweis-Schild welches uns zum Schieben auffordert. Hier sollte man unbedingt dem Rat des Schildes folgen, hier hätte ein Absturz fatale Folgen durch eine steil abfallende Kante!

Schiebepassage am Blindseetrail

Nach der Schiebe-Passage beim Wasserfall kommt nun der Ausblick – es ist für uns einer der schönsten Ausblicke in der Alpenregion selbst bei Regen wie wir finden. Hier wird einem deutlich was man für tolle Regionen mit dem Mountainbike erreichen kann und wie toll und Abwechslungsreich die Natur sein kann. Was für ein „Moment“!

Unter uns liegt der Blindsee der auch der Namensgeber des Blindsee Trails ist, hier beschließen wir Rast zu machen und genießen den Ausblick.

Wir fahren einige Meter Schotterstraße zurück und fahren auf dem Radweg zurück nach Lermoos.

Für uns war er einer der schönsten Trails die wir bisher befahren haben obwohl er uns fahrtechnisch nicht ganz an unsere Grenzen gebracht hat. Es ist die Kombination die den Blindseetrail so besonders macht.

Wir waren hier nicht zum letzten Mal – was für ein besonderer „Moment“!

Hinweis:
Die auf mtb-moments.de veröffentlichten Tourenberichte dienen in erster Linie der Inspiration und geben unsere persönlichen Erfahrungen zum Zeitpunkt der jeweiligen Tour wieder. Sie stellen keine verbindlichen Empfehlungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Befahrbarkeit einer Strecke dar. Wegverläufe, Beschilderungen, Untergrund, Eigentumsverhältnisse oder rechtliche Regelungen können sich jederzeit ändern. Daher übernehmen wir keine Gewähr für die Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Wenn du eine der beschriebenen Touren nachfährst oder einzelne Streckenabschnitte nutzt, geschieht dies ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigenes Risiko. Informiere dich vor jeder Tour über die aktuell geltenden Vorschriften, beachte Fahrverbote und Sperrungen und respektiere Naturschutzgebiete sowie private Grundstücke. Wir legen großen Wert auf einen respektvollen Umgang mit der Natur. Deshalb bleiben wir auf ausgewiesenen Wegen, nehmen Rücksicht auf andere Erholungssuchende sowie auf die Tier- und Pflanzenwelt und empfehlen allen Leserinnen und Lesern, dies ebenfalls zu tun. Eine Haftung für Schäden oder Folgen, die aus der Nutzung der auf dieser Website veröffentlichten Inhalte, Tourenbeschreibungen, Streckenempfehlungen oder sonstigen Informationen entstehen, ist ausgeschlossen.

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