Nach unserem unvergesslichen Elba-Abenteuer vor zwei Jahren war schnell klar: Mountainbike und Segeln in Kroatien sollte die nächste große Reise werden. Die Kombination aus Freiheit auf dem Wasser und anspruchsvollen Trails an Land hatte uns sofort gepackt. Die Frage war also nicht ob, sondern wo das nächste Abenteuer stattfinden würde. Den ausführlichen Reisebericht zu unserem Elba-Abenteuer findest du hier.
Nach einiger Recherche fiel unsere Wahl auf die Kvarner Bucht in Kroatien. Glasklares Wasser, zahllose Inseln und technisch anspruchsvolle Mountainbike-Trails versprachen genau die Mischung, nach der wir gesucht hatten. Mountainbike und Segeln in Kroatien – MTB-Abenteuer in der Kvarner Bucht.
Kurzinfos zur Reise:
📍 Region: Kvarner Bucht, Kroatien
⛵ Reiseart: Bike & Sail mit Katamaran Boot
🚵 Mountainbike-Highlights: Bikepark Rabac, Insel Cres, Insel Krk
📅 Reisedauer: 7 Tage
📈 Schwierigkeit: Mittel bis anspruchsvoll (S2–S3)
🚲 Bike-Empfehlung: Trail- oder Enduro-Mountainbike
🌊 Beste Reisezeit: Mai bis Juni sowie September bis Oktober
🧭 Besonderheit: Täglich neue Trails, erreichbar mit dem Katamaran oder Boot

Der Start unseres Mountainbike- und Segelabenteuers in Pula
Wie schon auf Elba charterten wir einen Katamaran und starteten unsere Tour im Hafen von Pula. Bevor es allerdings losgehen konnte, wartete zunächst die wohl unspektakulärste, aber wichtigste Aufgabe der Woche: der Großeinkauf. Getränke, Lebensmittel und alles, was man für sieben Tage auf See benötigt, mussten ihren Platz an Bord finden. Erst als jedes Fach gefüllt und jede Tasche verstaut war, konnten wir endlich die Leinen loswerfen.

Mit den letzten Sonnenstrahlen verließen wir den Hafen und steuerten eine kleine Bucht bei Ližnjan an. Die Stimmung an Bord hätte kaum besser sein können. Während die Küste langsam hinter uns verschwand, begann sich am Horizont der Vollmond über das Meer zu schieben. Sein silbernes Licht spiegelte sich auf der nahezu spiegelglatten Adria und ließ die Szenerie fast wie einen Sonnenaufgang wirken. Ein magischer Moment, den wir wohl alle noch lange in Erinnerung behalten werden. Kurz nach Mitternacht erreichten wir unseren Ankerplatz und fielen nach diesem perfekten Auftakt erschöpft, aber glücklich in unsere Kojen.



Vom Vollmond zur ersten Trail-Abfahrt
Der nächste Morgen begann entspannt mit einem guten Frühstück und einem erfrischenden Sprung in das Meer – doch schon bald wartete das erste große Highlight der Reise auf uns. Unser Ziel war der Bikepark Rabac. Rund sechs Stunden dauerte die Überfahrt entlang der istrischen Küste, bevor wir am frühen Nachmittag den kleinen Küstenort erreichten. Kaum hatten wir eine Kleinigkeit gegessen, brachte uns Fahed mit dem Beiboot samt Mountainbikes an Land. Endlich ging es los.





Zunächst rollten wir gemütlich durch die engen Gassen von Rabac, ehe wir die letzten Häuser hinter uns ließen und in die karge Berglandschaft oberhalb der Küste eintauchten. Schon nach wenigen Minuten zeigte sich, dass die Tour alles andere als ein lockerer Nachmittagsride werden würde.






Unser Ziel war der 470 Meter hohe Standar – ein Aussichtspunkt, der gleichzeitig den Einstieg in einige der bekanntesten Trails des Bikeparks markiert. Der Weg nach oben verlangte uns allerdings einiges ab. Die Schotterpiste war übersät mit losem Geröll, immer wieder warteten steile Rampen und der Untergrund bot kaum Grip. Jeder Tritt musste sitzen. Wer hauptsächlich wegen der Abfahrt hier ist, sollte besser die Asphaltstraße wählen und erst die letzten Meter über den Schotter bis zum Gipfel fahren.
Oben angekommen war die Anstrengung jedoch sofort vergessen. Vom Aussichtsturm bot sich ein beeindruckender Rundumblick über Rabac, die türkisblaue Adria und die Insel Cres, die bereits am Horizont lag und unser Ziel für den nächsten Tag sein sollte. Selbst Rijeka war in der Ferne gut zu erkennen.




Doch der Ausblick war nur die Zugabe. Denn jetzt begann der Teil, auf den wir uns die ganze Zeit gefreut hatten.
Standar2Sea Trail – Mountainbike und Segeln in Kroatien – MTB-Abenteuer in der Kvarner Bucht
Knieschoner schließen, Sattel runter – und hinein in den Standar2Sea Trail.

Schon die ersten Kurven machten klar, dass der Bikepark Rabac völlig anders ist als viele bekannte Trailgebiete in den Alpen. Hier gibt es keine perfekt modellierten Flowtrails. Stattdessen wartet pures Naturgelände. Lose Felsen, scharfkantiger Kalkstein, verblockte Passagen und kleine Felstreppen wechseln sich ständig ab. Der Trail fordert volle Konzentration und belohnt gleichzeitig mit einer Kulisse, die ihresgleichen sucht. Immer wieder öffnet sich der Blick auf das tiefblaue Meer, bevor der Weg erneut zwischen Felsen und mediterraner Vegetation verschwindet.




Offiziell trägt der Trail die Schwierigkeit S2. Einige Abschnitte fühlten sich für uns allerdings deutlich näher an S3 an. Vor allem das lose Geröll macht den Unterschied. Das Bike bewegt sich permanent leicht unter den Reifen, wodurch sich die Fahrweise deutlich von den heimischen Trails in Deutschland oder den Alpen unterscheidet. Genau dieses Zusammenspiel aus anspruchsvoller Fahrtechnik und mediterraner Landschaft macht den Reiz des Bikeparks für uns persönlich aus.





Nach rund dreieinhalb Stunden erreichten wir wieder Rabac – mit einem breiten Grinsen im Gesicht, jeder Menge Staub auf den Bikes und unzähligen Fotos auf der Speicherkarte. Zur Belohnung gönnten wir uns direkt an der Promenade einen Aperol Spritz, während Fahed bereits mit dem Beiboot auf uns wartete.

Zurück an Bord ließen wir den späten Nachmittag entspannt ausklingen, bevor wir den Abend auf Empfehlung eines Einheimischen in einem traditionellen kroatischen Restaurant verbrachten. Frischer Fisch, regionale Spezialitäten und der Blick aufs Meer hätten den Tag kaum besser abrunden können.




Als die Sonne längst untergegangen war, hieß es erneut: Leinen los. Bei ruhiger See segelten wir durch die warme Sommernacht in Richtung Cres. Nur das Rauschen des Wassers und der Sternenhimmel begleiteten uns auf der Überfahrt. Noch in derselben Nacht erreichten wir den Hafen der kleinen Inselstadt und machten dort fest.
Am nächsten Morgen sollte das nächste Kapitel unseres Abenteuers beginnen: die Durchquerung der Insel Cres von Cres-Stadt bis nach Osor. Einsame Schotterpisten, spektakuläre Ausblicke auf die Adria und eine der ursprünglichsten Mountainbike-Regionen Kroatiens warteten bereits auf uns.
Mit dem Mountainbike über die Insel Cres
Der nächste Morgen hätte kaum besser beginnen können mit Mountainbike und Segeln in Kroatien – MTB-Abenteuer in der Kvarner Bucht. Strahlender Sonnenschein, ein wolkenloser Himmel versprachen perfekte Bedingungen für unsere erste große Inselüberfahrt. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir unsere Mountainbikes startklar. Gemeinsam mit Fahed brachte uns unser Skipper Basti samt Bikes mit dem Beiboot an Land. Der Plan war ebenso einfach wie genial: Wir würden die Insel Cres auf zwei Rädern durchqueren, während die beiden mit dem Boot nach Osor segelten. Dort wollten wir uns am Abend wieder treffen. Wer war wohl schneller?




Bevor es richtig losging, schlenderten wir noch durch die verwinkelten Gassen der historischen Hafenstadt Cres. Danach wechselten wir schnell auf einen traumhaften Schotterweg, der sich hoch über der Küste entlangzog. Immer wieder führte uns die Strecke durch schattige Kiefernwälder, ehe sich plötzlich der Blick auf das tiefblaue Meer öffnete. Mediterrane Vegetation, schroffe Felsen und einsame Buchten wechselten sich ständig ab – genau diese Kombination macht das Mountainbiken in Kroatien so einzigartig.








Auf dem Weg nach Lubenice legten wir einen spontanen Stopp in einem kleinen Bergdorf ein. Dort entdeckten wir eine unscheinbare Eisdiele mit hausgemachtem Eis – genau die richtige Abkühlung bei den sommerlichen Temperaturen. Manchmal sind es gerade diese ungeplanten Pausen und einfachen Dinge, die besonders in Erinnerung bleiben.




Alter Festungsort Lubenice Mountainbike und Segeln in Kroatien – MTB-Abenteuer in der Kvarner Bucht
Unser nächstes Ziel war Lubenice, eines der spektakulärsten Dörfer der Insel. Hoch oben auf einem rund 380 Meter hohen Felsplateau gelegen, scheint der kleine Ort förmlich über der Adria zu schweben. Zwischen den engen Gassen und den alten Natursteinhäusern fühlte es sich an, als wäre die Zeit stehen geblieben. Während wir unser Mittagessen mit Aussicht genossen, entdeckten wir tief unter uns plötzlich unser Segelboot. Basti und Fahed segelten gerade entlang der Küste – ein besonderer Moment, in dem sich unsere beiden Arten des Reisens auf schönste Weise wieder begegneten.







Trail nach Vidovići
Frisch gestärkt wartete bereits das nächste Highlight auf uns. Ein langer anspruchsvoller Singletrail führte nach Vidovići und bot genau das, was wir uns von Kroatien erhofft hatten. Der Trail hatte seinen ganz eigenen Charakter. Anders als im Bikepark Rabac wechselten sich anspruchsvolle Abschnitte immer wieder mit kurzen, knackigen Tretpassagen über Felsstufen, loses Geröll und spitze Kalksteine ab. Dadurch war die Strecke fahrtechnisch abwechslungsreich und verlangte bis zum Schluss volle Konzentration.




Ab Martinšćica entschieden wir uns dann bewusst gegen den nächsten Trail. Die vielen Kilometer und Höhenmeter hatten bereits ordentlich Kraft gekostet, und mit Blick auf die kommenden Tage wollten wir nichts erzwingen. Also folgten wir stattdessen überwiegend der Asphaltstraße in Richtung Osor. Nicht jede Entscheidung muss spektakulär sein – manchmal ist es klüger, noch genügend Reserven in den Beinen zu behalten.





Am frühen Abend rollten wir schließlich in Osor ein. Basti und Fahed warteten bereits mit dem Boot im Hafen und empfingen uns mit einem breiten Grinsen. Nach einer wohltuenden Dusche ließen wir den Tag bei einem gemeinsamen Abendessen an Bord entspannt ausklingen. Bis weit nach Mitternacht saßen wir zusammen, tauschten die Erlebnisse des Tages aus und genossen die besondere Stimmung in dem kleinen, historischen Hafen.



Mit dem Katamaran nach Malinska – Mountainbike und Segeln in Kroatien – MTB-Abenteuer in der Kvarner Bucht
Am nächsten Morgen präsentierte sich die Adria von einer völlig anderen Seite. Dunkle Wolken hingen über den Inseln, der Wind hatte bereits spürbar aufgefrischt und der Wetterbericht kündigte für den Nachmittag noch schlechtere Bedingungen mit kräftigen Böen und Regen an.
Eigentlich wollten wir an diesem Tag von Osor bis nach Baška auf der Insel Krk segeln. Doch nach einem gemeinsamen Blick auf die Wetterkarten war schnell klar, dass wir unsere Pläne ändern mussten. Auf See hat Sicherheit immer oberste Priorität. Deshalb entschieden wir uns für die deutlich geschütztere Route nach Malinska – eine Entscheidung, die sich später als genau richtig herausstellen sollte.


Nach dem Frühstück hieß es trotzdem früh: Leinen los! Kaum hatten wir den Hafen verlassen, füllte sich der Wind kräftig in den Segeln. Mit guter Geschwindigkeit segelten wir zwischen den Inseln Cres und Krk hindurch Richtung Norden. Das Wetter zeigte sich dabei von seiner launischen Seite. Immer wieder zogen kurze Regenschauer über uns hinweg, nur um wenige Minuten später wieder von sonnigen Abschnitten abgelöst zu werden. Kaum hatte man die Regenjacke angezogen, konnte sie auch schon wieder ausgezogen werden – ein Wetterwechsel im Minutentakt, der die Überfahrt alles andere als langweilig machte.



Trotz der anspruchsvolleren Bedingungen war die Stimmung an Bord bestens. Während der Katamaran souverän durch die Wellen glitt, wurde unter Deck bereits das Mittagessen vorbereitet. Es gab frisch gebratene Ćevapčići mit Tomaten- und Gurkensalat – genau die richtige Stärkung nach mehreren Stunden auf See. Es sind oft diese einfachen Mahlzeiten an Bord, die nach einem langen Segeltörn besonders gut schmecken.
Je näher wir Malinska kamen, desto deutlicher machten sich Wind, Wellen und die vielen Stunden unter Segeln bemerkbar. Auch wenn der Katamaran die Bedingungen souverän meisterte, war ein Großteil der Crew froh, am späten Nachmittag wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Ein gemütlicher Spaziergang entlang der Uferpromenade war genau das Richtige, um nach der Überfahrt die Beine zu vertreten und den Kopf freizubekommen.




Den Abend ließen wir entspannt in Malinska ausklingen. Eigentlich wollten wir den nächsten Tag nutzen, um die Stadt Krk zu besichtigen, denn die Wettervorhersage ließ zunächst nicht viel Hoffnung auf eine weitere Biketour aber es kam dann doch anders als vorhergesagt
Altstadtflair in Krk und Abendrunde mit Meerblick
Nach dem stürmischen Segeltag tat der nächste Morgen richtig gut. Wir starteten entspannt mit einem ausgiebigen Frühstück in einem kleinen Café in Malinska, bevor uns ein Taxi in die historische Altstadt von Krk brachte.

Dort ließen wir uns einfach treiben. Ohne festen Plan schlenderten wir durch die engen Natursteingassen, vorbei an kleinen Boutiquen, gemütlichen Plätzen und alten Stadtmauern. Die mediterrane Atmosphäre lud förmlich dazu ein, immer wieder in einem Café oder einer kleinen Bar einzukehren und das bunte Treiben zu beobachten. Zum Mittag gönnten wir uns in einem traditionellen Restaurant frisch gegrillten Fisch – perfekt zubereitet und zweifellos eines der kulinarischen Highlights der Reise.





Im Laufe des Nachmittags zeigte sich das Wetter dann doch noch von seiner freundlichen Seite. Die Wolken verzogen sich, die Sonne kam heraus und der Himmel wurde zunehmend blauer. Natürlich ließen wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen. Mit dem Taxi ging es zurück nach Malinska, wo unser Boot bereits auf uns wartete.

Da der Tag noch jung war und die Bikes ohnehin startklar an Bord standen, fiel die Entscheidung schnell: Eine entspannte Abendrunde musste einfach sein.
Schon bei der Planung unserer Reise hatte ich für jede geplante Ankerbucht und jeden Hafen mögliche Alternativtouren recherchiert – schließlich weiß man beim Segeln nie, ob Wind und Wetter den ursprünglichen Plan zulassen. Für Malinska hatte ich deshalb bereits im Vorfeld eine offiziell ausgeschilderte Mountainbike-Runde nach Njivice als Schlechtwetter- beziehungsweise Ausweichroute gespeichert. Genau jetzt war der perfekte Zeitpunkt gekommen, diesen Plan B aus der Schublade zu holen.


Die Strecke führte zunächst durch das ruhige Hinterland der Insel Krk – über abwechslungsreiche Schotterwege, schmale Waldpfade und kleine Trails, die immer wieder durch lichte Kiefernwälder verliefen. Technisch war die Tour zwar deutlich einfacher als unsere bisherigen Etappen auf Rabac oder Cres, dafür stand hier das Naturerlebnis im Vordergrund.






Für den Rückweg folgten wir der Küste. Immer wieder eröffneten sich traumhafte Ausblicke auf die glitzernde Adria, kleine Badebuchten und die gegenüberliegenden Inseln. Die tief stehende Abendsonne tauchte die Landschaft in ein warmes Licht und sorgte für eine ganz besondere Stimmung – einer dieser Momente, in denen man das Tempo automatisch herausnimmt und die Umgebung einfach genießt.









Mit rund 20 Kilometern und etwa 300 Höhenmetern war die Runde genau das Richtige für einen entspannten Tagesausklang. Kein großes Abenteuer, keine extremen Trails – sondern einfach eine wunderschöne Tour, um die Insel Krk aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.
Zurück in Malinska ließen wir den Abend bei einem gemütlichen Abendessen direkt am Hafen ausklingen. Während die letzten Boote langsam in den Hafen einliefen und die Sonne hinter der Adria verschwand, wurde uns einmal mehr bewusst, wie perfekt sich auf dieser Reise Segeln und Mountainbiken miteinander verbinden ließen.
Espresso Trail im Bikepark Rabac
Am nächsten Morgen hieß es langsam Abschied nehmen. Unser Kurs führte zurück Richtung Pula, doch ein letzter Höhepunkt stand noch auf dem Programm. Bevor wir die Reise beenden würden, wollten wir unbedingt noch einmal im Bikepark Rabac vorbeischauen. Nach unserem ersten Besuch war für uns schnell klar: Ein Trail reicht hier einfach nicht aus.
Der Start in den Tag machte allerdings wenig Hoffnung. Während der Überfahrt wurden wir von kräftigem Regen begleitet und segelten streckenweise durch regelrechten Starkregen. Die Küste verschwand immer wieder hinter grauen Wolken, und für einen Moment sah es so aus, als würde unser letzter Bike-Tag buchstäblich ins Wasser fallen.


Doch pünktlich zur Mittagszeit zeigte sich die Adria wieder von ihrer besten Seite. Die Regenwolken rissen auf, die Sonne setzte sich durch und innerhalb weniger Minuten wurde aus dem grauen Regentag ein sonniger Sommertag. Kaum zu glauben, wie schnell das Wetter hier umschlagen kann.


Kurz darauf brachte uns Basti mit dem Beiboot samt Mountainbikes an Land – und schon rollten wir wieder durch die verwinkelten Gassen von Rabac. Diesmal verzichteten wir auf die Schotterauffahrt zum Standar und folgten stattdessen der asphaltierten Straße bis zum Einstieg des Espresso Trails. Der Anstieg ist zwar kurz, bringt einen aber zügig auf die richtige Höhe und spart gleichzeitig wertvolle Kräfte für die Abfahrt.





Schon nach den ersten Kurven wurde klar, dass der Espresso Trail einen ganz eigenen Charakter hat. Im Vergleich zum Standar2Sea Trail fährt er sich etwas flüssiger und verbindet schnelle, verspielte Abschnitte mit den typischen felsigen Herausforderungen, für die Rabac bekannt ist. Natursteine, enge Kehren und technisch anspruchsvolle Passagen wechseln sich ständig ab und sorgen dafür, dass man nie unkonzentriert wird. Genau diese Mischung aus Flow und Technik machte den Trail für uns zu einem echten Highlight.



Etwa nach einem Drittel der Abfahrt erreichten wir einen Aussichtspunkt, der uns sofort zum Anhalten zwang. Tief unter uns leuchtete das glasklare Wasser der Adria, die Bucht von Rabac lag uns zu Füßen und direkt vor der Küste schaukelte unser Boot (Katamaran) friedlich vor Anker. Rund zwanzig Minuten saßen wir einfach dort, genossen die Aussicht und konnten kaum glauben, dass wir wenige Stunden zuvor noch im strömenden Regen gesegelt waren.


Anschließend wartete der zweite Teil des Trails. Mit jeder Kurve stieg der Fahrspaß, und die abwechslungsreiche Streckenführung sorgte bis ins Tal für ein breites Grinsen unter dem Helm. Der griffige Kalkstein, die natürliche Linienführung und die spektakuläre Kulisse machten den Espresso Trail zu einem perfekten Abschluss unseres Bike-Abenteuers in Kroatien.



Zurück an der Promenade wartete Basti bereits auf uns – natürlich stilecht mit einem eiskalten Aperol Spritz in der Hand und einem Bananensplit. Nach der staubigen Trail-Abfahrt hätte es wohl kaum eine bessere Belohnung geben können.


Den letzten Abend unserer Reise verbrachten wir schließlich noch einmal in dem Restaurant, das uns bereits einige Tage zuvor so begeistert hatte. Bei hervorragendem Essen, einem Glas Wein und vielen Gesprächen ließen wir die Erlebnisse der vergangenen Woche Revue passieren. Glasklares Wasser, einsame Buchten, spektakuläre Trails und unvergessliche Segeltörns – die Kombination aus Mountainbiken und Segeln mit einem Katamaran hatte uns einmal mehr überzeugt. Schon auf dem Heimweg waren wir uns sicher: Das war ganz bestimmt nicht unser letztes Abenteuer dieser Art mit einem Boot.
Rückkehr nach Pula
Am nächsten Morgen brach bereits unser letzter Segeltag an. Von Rabac aus nahmen wir Kurs zurück auf Pula und genossen noch einmal die besondere Kombination aus Segeln, Sonne und Meer. Die rund sechsstündige Überfahrt bot ausreichend Zeit, die vergangenen Tage Revue passieren zu lassen und die letzten Stunden auf unserem Boot in vollen Zügen zu genießen.

Unterwegs legten wir in der Nähe des Kap Kamenjak noch einen Badestopp ein. Das kristallklare Wasser und die beeindruckende Küstenlandschaft bildeten den perfekten Abschluss unserer Segelwoche, bevor wir die letzten Seemeilen in Richtung Heimathafen zurücklegten.




Vor der Einfahrt in den Hafen wurde der Katamaran noch einmal betankt, anschließend machten wir in Pula fest. Gemeinsam räumten wir unsere Kabinen auf, packten unser Gepäck und bereiteten alles für die Übergabe am Abend vor. Nach einer reibungslosen Rückgabe ließen wir den letzten gemeinsamen Abend in gemütlicher Runde ausklingen, bevor wir den Katamaran am nächsten Morgen verließen.
Fazit: Mountainbike und Segeln in Kroatien – MTB-Abenteuer in der Kvarner Bucht
Mit vielen unvergesslichen Eindrücken ging eine außergewöhnliche Woche zu Ende. Die Kombination aus Segeln, Mountainbiken und mediterranem Lebensgefühl machte diese Reise zu einem ganz besonderen Erlebnis. Traumhafte Buchten, abwechslungsreiche Trails, historische Küstenorte und das Leben an Bord eines Segelboot ergänzten sich perfekt und sorgten jeden Tag für neue Highlights. Kroatien hat einmal mehr gezeigt, wie ideal sich Aktivurlaub und Erholung miteinander verbinden lassen – eine Reise, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Ein ganz besonderer Dank gilt unserem Skipper Basti, der uns mit viel Erfahrung, Gelassenheit und guter Laune sicher durch die Kvarner Bucht navigierte. Ebenso möchten wir uns bei Fahed bedanken, der die Reise mit seiner offenen Art und seiner Hilfsbereitschaft bereicherte und die Woche zu einem besonderen Gemeinschaftserlebnis machte.
Besonders gefreut hat mich, dass das gesamte Tourenkonzept – von der Planung der Segelroute über die Auswahl der Ankerbuchten bis hin zu den Mountainbike-Touren und Trailhighlights – genauso aufgegangen ist, wie ich es mir im Vorfeld vorgestellt hatte. Es war schön zu erleben, wie perfekt sich Segeln und Mountainbiken miteinander verbinden lassen und wie viel Begeisterung diese Kombination bei allen Teilnehmern ausgelöst hat.

Genau diese Verbindung aus sorgfältiger Tourenplanung, abwechslungsreichen Mountainbike-Erlebnissen und dem einzigartigen Lebensgefühl auf einem Boot macht für mich den Reiz solcher Reisen aus. Vielleicht konnte dieser Reisebericht den einen oder anderen inspirieren, Kroatien ebenfalls einmal auf diese besondere Art zu entdecken.
Solltest du selbst Interesse an einer ähnlichen Reise haben oder Fragen zur Tourenplanung, den Mountainbike-Strecken, dem Segeltörn oder zur Organisation haben, kannst du mich jederzeit gerne das Kontaktformular nutzen. Ich teile meine Erfahrungen gerne und helfe dabei, ein unvergessliches Bike- und Segelabenteuer auf die Beine zu stellen.
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